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Büro einrichten: Von Ergonomie bis hin zu Akustik

Eine durchdachte Büroeinrichtung steigert Produktivität, Kreativität und Wohlbefinden. Erfahren Sie, welche Faktoren bei der Planung und Einrichtung entscheidend sind.

Verfasst von
Marc Schwery
Veröffentlicht am
24. Februar 2025

Ein Büro ist mehr als nur ein Ort, an dem Menschen täglich ihren Aufgaben nachgehen. Eine durchdachte Büroeinrichtung fördert Produktivität, Kreativität und Wohlbefinden. Wer ein Büro einrichten will, sollte daher einige grundlegende Faktoren im Blick behalten. Neben dem ästhetischen Aspekt spielen Funktionalität, Ergonomie und Unternehmensidentität eine wesentliche Rolle. Dieser Artikel beleuchtet wichtige Schritte und gibt Inspiration, damit das Büro einrichten zum Erfolg wird.

 

 

Die Bedeutung einer geplanten Büroeinrichtung

Bevor man sich mit Möbeln, Farben und Technik beschäftigt, sollte man das Gesamtkonzept für das neue Büro festlegen. Eine gut durchdachte Planung sorgt dafür, dass die Räume effizient genutzt werden und sich alle Mitarbeitenden wohlfühlen. Eine durchdachte Büroeinrichtung hat zudem direkten Einfluss auf die Motivation und die Leistung der Angestellten. Wenn Wege kurz, Arbeitsmaterialien griffbereit und Arbeitsplätze ergonomisch ausgestattet sind, sparen die Mitarbeitenden Zeit und bleiben konzentriert.

 

Viele Menschen machen den Fehler, zuerst Einrichtungsgegenstände auszusuchen, ohne das grosse Ganze zu betrachten. Dabei ist es wichtig, zuerst eine klare Vorstellung von dem gewünschten Arbeitsumfeld zu haben. Wer sein Büro einrichten möchte, sollte sich zunächst fragen, welche Art von Arbeit im Büro stattfindet. Handelt es sich um eine kreative Agentur, in der offener Austausch im Vordergrund steht, oder um ein klassisches Unternehmen, in dem einzelne, ruhigere Arbeitsplätze gebraucht werden? Auch die Anzahl der Mitarbeitenden und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens sollten Teil der Planung sein. Nur so entsteht ein Raumkonzept, das auch langfristig Bestand hat.

 

 

Raumaufteilung und Struktur

Die richtige Aufteilung des Raums ist ein wesentlicher Baustein einer erfolgreicher Büroeinrichtung. In grösseren Büros ist es sinnvoll, verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Funktionen zu schaffen. So lassen sich beispielsweise offene Teamarbeitszonen, Bereiche für vertrauliche Telefonate und Rückzugsorte für konzentrierte Einzelarbeit gestalten. Wichtig ist es, Wege sinnvoll zu planen, sodass Mitarbeitende nicht ständig aneinander vorbeilaufen müssen, um zum Drucker oder zum Besprechungsraum zu gelangen.

 

Eine effektive Raumstruktur hängt eng mit der jeweiligen Unternehmensform zusammen. Ein Start-up mit flachen Hierarchien bevorzugt oft Grossraumbüros oder Co-Working-Areale, in denen spontaner Austausch gefördert wird. Traditionellere Unternehmen legen Wert auf einzelne Büroräume oder sogenannte Cubicles, um fokussiertes Arbeiten zu ermöglichen. Auch gesetzliche Vorgaben zur Unfallverhütung oder Brandschutzbestimmungen spielen eine Rolle. Diese Aspekte sollten daher schon bei der Planung beachtet werden, damit das Einrichten des Büros im Nachhinein nicht erschwert wird.

 

 

Ergonomie als Grundlage für Gesundheit

In modernen Unternehmen ist ergonomisches Mobiliar nicht mehr wegzudenken. Wer ein Büro einrichten möchte, sollte auf hochwertige Schreibtische und Stühle achten, die sich an die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeitenden anpassen lassen. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch beugt Rückenproblemen vor und ermöglicht, zwischen sitzender und stehender Arbeitshaltung zu wechseln. Ergonomische Stühle mit verstellbarer Rückenlehne, Lendenwirbelstütze und Armlehnen sorgen für Komfort und fördern eine gesunde Sitzhaltung.

 

Neben den Möbeln spielt auch die Platzierung von Monitoren und Tastaturen eine wichtige Rolle. Monitore sollten weder zu hoch noch zu tief stehen, um Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich zu vermeiden. Idealerweise liegen die oberen Bildschirmkanten etwa auf Augenhöhe. Eine ausziehbare Tastaturablage kann helfen, die Arme in einer entspannten Position zu halten und gleichzeitig den Schreibtisch selbst als Ablage zu nutzen. Solche Einrichtungstipps tragen massgeblich zur Gesundheit bei.

 

Beleuchtung darf ebenfalls nicht unterschätzt werden. Natürliche Lichtquellen sind optimal, können aber nicht immer alle Arbeitsplätze in gleichem Mass versorgen. Daher sollte zusätzlich eine angemessene künstliche Beleuchtung vorhanden sein. Eine Mischung aus direkter und indirekter Beleuchtung verhindert zu starke Schatten und sorgt für ein angenehmes Arbeitsklima. Dimmbare Lampen oder Tageslichtlampen sind zudem nützlich, um die Lichtstimmung an wechselnde Anforderungen anzupassen.

 

 

Farben und Materialien bewusst wählen

Die Farbgestaltung in Arbeitsräumen beeinflusst die Atmosphäre und damit direkt die Stimmung der Mitarbeitenden. Neutrale Farben wie Weiss, Grau und Beige wirken professionell und zeitlos, können aber mit Akzentfarben aufgewertet werden. Beim Prozess der Büroeinrichtung, sollte man sich überlegen, ob bestimmte Firmenfarben eingebunden werden sollen, um die Markenidentität zu stärken. Eine farbige Wand oder farbige Stühle können das Corporate Design auf dezente Weise widerspiegeln.

 

Farben wirken sich auch auf die Kreativität aus. Kräftige Töne wie Rot oder Orange können anregend wirken, sollten jedoch sparsam eingesetzt werden, um keine Unruhe zu erzeugen. Blau hingegen wird oft mit Ruhe und Produktivität assoziiert und eignet sich daher gut für Büroflächen, in denen konzentriert gearbeitet wird. Pflanzen können die Umgebung zusätzlich auflockern und für ein positives Raumklima sorgen. Sie filtern die Luft, reduzieren Stress und erhöhen nachweislich das Wohlbefinden der Angestellten.

 

Auch bei den Materialien ist eine gewisse Abstimmung sinnvoll. Schreibtische aus Massivholz wirken hochwertig, erzeugen eine natürliche Optik und sind langlebig. Glastische vermitteln Modernität und Leichtigkeit, sind jedoch pflegeintensiver. Kunststoffe sind oft preiswerter und leichter zu reinigen, wirken aber teilweise weniger edel. Hier kommt es auf den Charakter des Unternehmens, die vorgesehenen Nutzungsbereiche und das angestrebte Budget an. Solche Büro Einrichtungsideen ermöglichen es, verschiedene Materialien zu kombinieren und so ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen.

 

 

Stauraum und Ordnungskonzepte

In vielen Unternehmen stapeln sich Akten, Ordner und Hilfsmittel, wenn kein klares Ordnungskonzept etabliert ist. Deshalb sollte man nicht nur den Schreibtisch, sondern auch Regale, Schränke und Schubladenelemente sorgfältig auswählen, wenn man die Einrichten des Büros plant. Stauraum sollte so dimensioniert sein, dass Materialien leicht zugänglich sind, aber nicht offen herumliegen und das Gesamtbild stören. Rollcontainer unter dem Schreibtisch sind praktisch, um häufig benötigte Unterlagen oder Utensilien griffbereit zu haben.

 

Auch digitale Ordnungssysteme spielen eine wachsende Rolle. Die Digitalisierung hat zwar viele Papierabläufe abgelöst, doch in vielen Branchen bleiben physische Dokumente unvermeidbar. Daher ist es wichtig, zwischen archivierten Unterlagen, aktuellen Projekten und häufig benötigten Dokumenten zu unterscheiden. Ein klares Ablagesystem trägt dazu bei, dass jeder Mitarbeitende das Gesuchte schnell findet und sich der gesamte Arbeitsplatz ordentlicher anfühlt. Ein aufgeräumter Arbeitsplatz fördert Konzentration und Effektivität, was letztlich die Arbeitsleistung positiv beeinflusst.

 

 

Gemeinsame Bereiche für Austausch und Erholung

Ein gut gestaltetes Büro umfasst nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Orte, an denen Mitarbeitende zusammenkommen können, um sich auszutauschen oder zu entspannen. Gerade in kreativen Branchen sind sogenannte Lounge-Bereiche beliebt, in denen Mitarbeiter:innen informelle Meetings abhalten oder kurze Pausen einlegen. Ein kleiner Küchen- oder Café-Bereich fördert soziale Interaktion und steigert das Gemeinschaftsgefühl. Hier kann man sich von der konzentrierten Arbeit lösen und neue Energie tanken.

 

Bei der Planung solcher Zonen sollten Aspekte wie Lärmschutz und genügend Sitzgelegenheiten bedacht werden. Niemand möchte in einer lärmenden Küche telefonieren müssen oder ständig durch Gespräche der Kolleg:innen abgelenkt werden. Werden Trennwände oder Akustikelemente strategisch eingesetzt, bleibt der Lärm in Grenzen und stört nicht bei der Arbeit. Solche Rückzugsorte sind kein Luxus, sondern ein wichtiger Baustein, um das Büro so zu gestalten, dass verschiedene Bedürfnisse und Arbeitsmethoden berücksichtigt werden.

 

 

Technik und Digitalisierung

In der heutigen Arbeitswelt sind funktionierende technische Lösungen nicht wegzudenken. Ein modernes Büro benötigt eine stabile Internetverbindung, ausreichende Verkabelung und genügend Steckdosen. Auch die Wahl der richtigen Hardware sollte Teil der Planung sein. Computer, Laptops, Monitore, Beamer und andere Geräte sollten so platziert werden, dass Kabelsalat vermieden wird und niemand darüber stolpert. Kabelkanäle oder spezielle Kabelmanagement-Systeme helfen dabei, für Ordnung zu sorgen.

 

Video- und Telefonkonferenzen sind in vielen Unternehmen an der Tagesordnung, insbesondere in international oder dezentral agierenden Teams. Daher ist es ratsam, einen separaten Besprechungsraum oder zumindest eine ruhige Ecke mit geeigneter Ausstattung einzurichten. Eine gute Akustik ist hier essenziell, damit Konferenzteilnehmer:innen ohne störende Nebengeräusche miteinander kommunizieren können. Wer sein Büro modernisiert, sollte ausserdem an smarte Lösungen denken. Intelligente Beleuchtungssysteme, die sich an Tageslicht und Präsenz der Mitarbeitenden anpassen, können Strom sparen und das Arbeitsklima verbessern.

 

 

Individualität und Firmenidentität

Die Bürogestaltung sagt viel über das Unternehmen aus. Ob minimalistisch, verspielt, modern oder traditionell – der Stil sollte die Unternehmenskultur widerspiegeln und gleichzeitig die Bedürfnisse der Mitarbeitenden erfüllen. Wer sein Büro einrichten möchte, kann bewusst auf Farbakzente, Kunstwerke oder spezifische Gestaltungselemente setzen, die zum Markenimage passen. Mitarbeiter:innen identifizieren sich leichter mit dem Unternehmen, wenn sie merken, dass die Umgebung einen starken Bezug zur eigenen Arbeit hat.

 

Ein klarer Wiedererkennungswert im Büro schafft zudem einen bleibenden Eindruck bei Kund:innen und Geschäftspartner:innen. Ein Empfangsbereich mit Logo, eine einladende Wartezone und professionell gestaltete Meetingräume vermitteln Seriosität. Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Überladene Flächen können Besucher:innen abschrecken und die Professionalität mindern. Eine subtile, aber konsequente Integration der Firmenidentität in die Büroeinrichtung führt zu einem stimmigen Gesamteindruck.

 

 

Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit

Nachhaltige Arbeitsumgebungen gewinnen immer mehr an Bedeutung, nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus ökonomischen Gründen. Energieeffiziente Beleuchtung, langlebige Möbel und ressourcenschonende Materialien sind langfristig kostengünstiger und reduzieren den ökologischen Fussabdruck. Wer beim einrichten büro auf gute Qualität setzt, profitiert oft von geringeren Reparatur- und Austauschkosten. Ausserdem stärkt ein nachhaltiges Konzept das positive Image eines Unternehmens nach aussen.

 

 

Flexibilität und Wachstum berücksichtigen

Ein Unternehmen entwickelt sich ständig weiter, was sich in der Mitarbeiterzahl, den Arbeitsprozessen und den Projekten widerspiegeln kann. Daher ist es sinnvoll, auf flexible Lösungen zu setzen. Modulare Möbelsysteme lassen sich unkompliziert erweitern oder verkleinern. So kann man Arbeitsplätze schnell umstrukturieren, wenn neue Projekte starten oder neue Teammitglieder hinzukommen. Flexible Raumsysteme, die sich durch Stellwände oder mobile Trennelemente jederzeit anpassen lassen, ermöglichen eine reibungslose Anpassung an wechselnde Anforderungen.

 

Gerade in schnell wachsenden Branchen ist eine langfristige Planung essenziell, um nicht schon in wenigen Jahren erneut in kostspielige Büroeinrichtung investieren zu müssen. Wer von Anfang an etwas mehr Platz einkalkuliert oder bei der Wahl des Standorts auf Expansionsmöglichkeiten achtet, erspart sich spätere Umzüge. Zudem kann ein vorausschauendes Konzept Teil der Unternehmensstrategie werden, indem es langfristig Kosten senkt und effizientere Arbeitsabläufe ermöglicht.

 

 

Kreative Büro Einrichtungsideen für neue Impulse

Um auch im Arbeitsalltag immer wieder frische Ideen zu fördern, bietet es sich an, bestimmte Zonen für kreative Prozesse zu gestalten. Ein Whiteboard oder eine Pinnwand kann Brainstorming-Sessions beleben. Sitzsäcke, Sofas oder Schaukelstühle schaffen eine lockere Atmosphäre, in der Teams unkonventionell zusammenarbeiten können. Wer nach Einrichtungstipps für das Büro sucht, sollte sich nicht scheuen, ungewöhnliche Elemente zu integrieren, die den Raum auflockern und neue Denkansätze ermöglichen.

 

 

Einrichtungstipps Büro: Akustik und Privatsphäre

In vielen Grossraumbüros besteht die Herausforderung, die Balance zwischen offener Kommunikation und konzentriertem Arbeiten zu finden. Schallabsorbierende Elemente wie Teppiche, Vorhänge oder spezielle Akustikpaneele können dabei helfen, den Lärmpegel zu senken. Akustische Trennwände, die flexibel verschoben werden können, sorgen für Privatsphäre bei Telefongesprächen oder wenn hochkonzentriert gearbeitet werden muss. Diese Büroeinrichtungen steigern nicht nur die Effizienz, sondern wirken sich auch positiv auf das Arbeitsklima aus, weil unangenehme Ablenkungen reduziert werden.

 

Ein weiterer Aspekt: Nicht jede Aufgabe erfordert die gleiche Umgebung. Kreatives Brainstorming ist oft laut und lebhaft, während das Schreiben eines Berichts Ruhe erfordert. Eine clevere Bürostruktur ermöglicht den Mitarbeitenden, je nach Bedarf zwischen unterschiedlichen Bereichen zu wechseln. Kommunikation ist wichtig, darf aber nicht störend sein. Daher sollte es Rückzugsorte geben, in denen konzentriertes Arbeiten möglich ist, ohne von Gesprächen abgelenkt zu werden.