Optimale Luftqualität im Büro steigert Produktivität & Gesundheit. Entdecken Sie Ursachen, Messmethoden & effektive Massnahmen für ein besseres Raumklima!
Eine gute Luftqualität im Büro ist weit mehr als nur ein angenehmes Extra. Sie beeinflusst unsere Konzentration, Gesundheit und letztlich auch die Produktivität. Gerade in modernen Arbeitswelten verbringen viele Menschen den Grossteil des Tages in geschlossenen Räumen. Wenn in diesen Büroräumen „dicke Luft“ herrscht, kann das verschiedene Ursachen haben. Umso wichtiger ist es, das Thema aktiv anzugehen und Wege zu finden, die Luftqualität am Arbeitsplatz zu verbessern. In diesem Artikel erfahren Sie, warum die Luftbeschaffenheit im Büro ein entscheidender Faktor ist, welche gesetzlichen und wissenschaftlichen Grenzwerte als Orientierung dienen, wie Sie schlechte Luft am Arbeitsplatz erkennen und was Sie dagegen tun können. Ausserdem werfen wir einen Blick darauf, wie sich die Luftqualität im Büro messen lässt und welche Massnahmen wirklich helfen.
Den Grossteil des Tages verbringen viele Menschen am Schreibtisch. Während der Arbeit atmen wir kontinuierlich die Luft ein, die uns umgibt und nehmen die darin vorhandenen Stoffe auf. Schlechte Luftqualität am Arbeitsplatz zeigt sich oft zunächst an vermeintlich harmlosen Symptomen: Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, trockene Augen oder Halsschmerzen sind typische Anzeichen. Werden diese Beschwerden über längere Zeit ignoriert, können sie das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen und letztlich zu chronischen Problemen führen.
Luft ist lebenswichtig, doch in geschlossenen Räumen verändert sie sich rasch. Verbrauchte Luft enthält mehr Kohlendioxid und weniger Sauerstoff. Hinzu kommen potenzielle Schadstoffe aus Möbeln, Druckern, Teppichböden und sogar aus typischen Büro-Utensilien. In schlecht durchlüfteten Räumen bleiben diese Partikel länger in der Luft. Mit der richtigen Aufmerksamkeit und geeigneten Massnahmen lässt sich jedoch eine gesunde und produktive Arbeitsumgebung schaffen.
Wer sich intensiver mit dem Thema Luftqualität beschäftigt, wird schnell auf die Grenzwerte stossen. Tatsächlich sind Grenzwerte in der Schweiz und vielen anderen Ländern nicht immer spezifisch für Büros festgelegt, sondern eher allgemeine Richtlinien, die für Arbeitsplätze in Innenräumen gelten. Eine bekannte Grösse ist beispielsweise der maximale Kohlendioxid-Gehalt in der Luft. Allgemeine Richtlinien sehen vor, dass die CO₂-Konzentration im Innenraum 1.000 ppm (parts per million) nicht langfristig übersteigen sollte. Werte darüber sind ein erster Hinweis auf mangelhafte Lüftung.
Abgesehen von der CO₂-Konzentration existieren auch Empfehlungen für andere Stoffe und Partikel, etwa für Feinstaub oder für flüchtige organische Verbindungen (VOCs). Möbel und Bodenbeläge können VOCs ausstossen, die in bestimmten Konzentrationen zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Es gibt zwar keine einheitlich weltweit verbindlichen Grenzwerte für jede einzelne Verbindung, doch Hersteller sind angehalten, die Emissionen ihrer Produkte zu prüfen und gering zu halten. Arbeitgeber müssen zudem auf eine ordnungsgemässe Lüftung achten und gesetzliche Vorgaben, zum Beispiel in Bezug auf Arbeitssicherheit und Raumhygiene, einhalten.
Tritt ein Gefühl von stickiger oder verbrauchter Luft auf, benötigt es oftmals spezifische Massnahmen. Im Idealfall sollten Vorgesetzte, Facility-Management-Teams oder Mitarbeitende rasch reagieren. Denn eine schlechte Luftqualität im Büro beeinträchtigt nicht nur das persönliche Wohlbefinden, sondern auch die Leistungsfähigkeit des gesamten Teams.
Die Basismassnahme besteht darin, regelmässig zu lüften. In vielen modernen Gebäuden ist jedoch keine manuelle Fensterlüftung mehr möglich, weil die Lüftung automatisch über Klimaanlagen oder Belüftungssysteme erfolgt. Dann gilt es, diese Systeme regelmässig zu warten, Filter auszutauschen und sicherzustellen, dass die Luftzufuhr den Bedürfnissen aller Mitarbeitenden entspricht. Neben der Wartung von Lüftungsanlagen können auch einfache Tricks helfen, die Luftqualität zu verbessern. Pflanzen beispielsweise können in kleinerem Rahmen Schadstoffe filtern und die Luftfeuchtigkeit leicht erhöhen. Ausserdem wirkt ihre Anwesenheit beruhigend auf das Raumklima.
Darüber hinaus sollte man potenzielle Ursachen für schlechte Luft systematisch angehen. Woher stammen etwa unangenehme Gerüche oder Reizungen? Kommen sie vom Drucker, von Reinigungsmitteln oder sind es die Dämpfe neu angeschaffter Möbel? Werden solche Faktoren identifiziert, ist es wichtig, entsprechende Massnahmen zu treffen – zum Beispiel durch die Anschaffung emissionsärmerer Geräte oder die Wahl unbedenklicher Reinigungsmittel.
Bevor man gegen schlechte Luft am Arbeitsplatz vorgeht, lohnt es sich, die häufigsten Ursachen zu kennen. Diese können je nach Bürosituation variieren. In vielen Fällen handelt es sich um eine Kombination mehrerer Faktoren:
1. Ungenügende Frischluftzufuhr: Gerade in Gebäuden ohne ausreichende Fensterlüftung oder mit schlecht gewarteten Klimaanlagen sammelt sich schneller CO₂ an.
2. Ausdünstungen von Materialien: Neue Möbel, Teppiche oder Farben können flüchtige organische Verbindungen abgeben, die die Luft belasten.
3. Technische Geräte: Drucker, Kopierer und Computer geben Wärme und teilweise auch Schadstoffe ab. In schlecht durchlüfteten Räumen verstärkt dies das Problem.
4. Schimmelbildung und Feuchtigkeit: Ein zu feuchtes Raumklima fördert das Wachstum von Schimmelpilzen, die gesundheitliche Beschwerden auslösen können.
5. Mangelnde Reinigung und Wartung: Staub, Schmutz und Mikroorganismen verbleiben länger in der Luft, wenn Reinigungsintervalle nicht eingehalten werden.
Wer diese Ursachen kennt, kann konkrete Gegenmassnahmen einleiten und die Luftqualität im Büro Schritt für Schritt verbessern.
Will man konkret wissen, wie es um die Luftqualität im Büro bestellt ist, sollte man sie messen. Moderne Messgeräte erfassen innerhalb kürzester Zeit, ob bestimmte Grenzwerte überschritten sind. Der wohl verbreitetste Messwert ist die CO₂-Konzentration. Manche Geräte erfassen darüber hinaus Feinstaubpartikel (PM2,5), TVOC (Total Volatile Organic Compounds) oder die Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Gerade die Bestimmung der Luftfeuchtigkeit gibt Aufschluss darüber, ob das Raumklima zu trocken oder zu feucht ist. In Büroräumen wird eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 60% empfohlen. Werte ausserhalb dieses Bereichs können zu Reizungen der Atemwege führen oder die Bildung von Schimmel fördern. Mit Hilfe der Messwerte lassen sich Lüftungsintervalle anpassen, Raumtemperatur regeln oder Optimierungen an der Lüftungstechnik vornehmen.
Wer umfangreiche Daten sammeln möchte, greift auf Messgeräte zurück, die die Werte über einen längeren Zeitraum aufzeichnen. Diese Daten lassen Rückschlüsse auf die Luftqualität im Tages- und Wochenverlauf zu. So zeigt sich oft, dass zu bestimmten Stosszeiten – beispielsweise kurz nach Arbeitsbeginn oder direkt nach der Mittagspause – die CO₂-Konzentration höher ist als zu anderen Zeiten.
Die grundlegendste Massnahme, um die Grenzwerte einzuhalten, ist das Lüften. In kleineren Unternehmen oder dort, wo Fenster vorhanden sind, empfiehlt es sich, regelmässig Stosszulüften. Dabei sollten mehrmals täglich die Fenster für einige Minuten weit geöffnet werden, damit verbrauchte Innenraumluft ausgetauscht wird. Bei automatischen Lüftungs- und Klimaanlagen ist sicherzustellen, dass sie korrekt eingestellt sind. Eine Wartung, die den Austausch von Filtern und die Reinigung der Anlagen einschliesst, verhindert, dass Schadstoffe oder Keime im Umlauf bleiben.
In modernen „Green Buildings“ wird häufig auf intelligente Lüftungskonzepte gesetzt. Sensoren messen permanent die Luftqualität am Arbeitsplatz und steuern die Frischluftzufuhr entsprechend. So wird nur dann gelüftet, wenn es wirklich nötig ist, ohne unnötig Energie zu verbrauchen. Solche Technologien tragen zur Steigerung des Wohlbefindens bei und halten gleichzeitig die Betriebskosten im Rahmen.
Ein weiteres Element, das die Büro Luftqualität positiv beeinflussen kann, ist die Raumgestaltung. Offen gestaltete Bereiche führen in manchen Fällen zu einer besseren Durchlüftung, weil Luftströme weniger blockiert werden. Andererseits kann es gerade in Grossraumbüros zu höherer Feinstaub- oder Geräuschbelastung kommen. Hier sollten Arbeitgeber mit passenden Trennwänden oder Luftreinigungssystemen gegensteuern.
Auch die Auswahl der Materialien spielt eine Rolle. Ökologische Wandfarben und emissionsarme Möbelsysteme belasten die Raumluft deutlich weniger. Wer schon bei der Planung oder Renovierung darauf achtet, spart sich später Ärger mit unangenehmen Gerüchen oder Schadstoffausdünstungen. Gleiches gilt für die regelmässige Reinigung: Hochwertige Staubsauger mit HEPA-Filtern und schonende Reinigungsmittel senken die Belastung durch Partikel und Chemikalien auf ein Minimum.
Pflanzen liegen im Trend und bringen nicht nur optische Vorteile. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Zimmerpflanzen die Luftqualität im Büro verbessern können, indem sie gewisse Schadstoffe aus der Luft filtern. Bei grossflächigen Büroräumen kann ein durchdachtes „Indoor Greenery“-Konzept helfen, das Raumklima angenehmer zu gestalten.
Allerdings ist der Effekt einzelner Topfpflanzen nicht so gross, wie manche Werbeversprechen es nahelegen. Um einen signifikanten Einfluss auf die Luft zu erzielen, müsste die Pflanzenanzahl oft höher sein, als es in einem durchschnittlichen Büro praktikabel ist. Dennoch kann schon eine moderate Bepflanzung für etwas frischere Luft sorgen und das Arbeitsklima freundlicher wirken lassen.
Die Qualität der Luft am Arbeitsplatz hat einen direkten Einfluss auf das menschliche Befinden. Wenn der Kohlendioxid-Gehalt zu hoch ist, sinkt die Konzentrationsfähigkeit, Müdigkeit setzt ein und Kopfschmerzen können sich bemerkbar machen. Eine unzureichende Luftfeuchtigkeit führt zu trockenen Schleimhäuten, was Atemwegsinfekte begünstigen kann. Ungesunde Raumluft wirkt somit als Stressfaktor und kann die Fehlzeiten erhöhen.
Gerade in kreativen oder planungsintensiven Branchen sind gute Luftverhältnisse wesentlich, um Ideen zu entwickeln und konzentriert zu arbeiten. So kann eine Investition in moderne Lüftungskonzepte oder Raumluftfilter-Technologien langfristig lohnend sein. Unternehmen, die auf ein gesundes Raumklima achten, zeigen ausserdem Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden, was sich positiv auf das Arbeitgeberimage auswirkt.
Die Luftqualität im Büro ist ein Thema, das immer mehr in den Fokus rückt. Gerade in Zeiten, in denen Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz an Bedeutung gewinnen, sollte niemand die Luft, die wir einatmen, vernachlässigen. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Luftqualität im Büro zu messen und aktiv zu verbessern. Von regelmässiger Stosslüftung über den Einsatz emissionsarmer Materialien bis hin zu Hightech-Lösungen mit Sensorik und Belüftungssteuerung: Für jedes Budget und jeden Bedarf existiert eine passende Option.
Unternehmen, die sich um ihre Mitarbeitenden kümmern, setzen auf eine ganzheitliche Herangehensweise. Sie achten auf gute Luftqualität am Arbeitsplatz, investieren in hochwertige Ausstattung und pflegen eine Unternehmenskultur, die Gesundheit und Produktivität gleichermassen schätzt. Nicht zuletzt zahlt sich dies in Form motivierter, zufriedener und effizienter Teams aus. Wer schlechte Luft am Arbeitsplatz erkennt, sollte zügig handeln und ein auf die jeweiligen Gegebenheiten abgestimmtes Massnahmenpaket schnüren. Denn jede Verbesserung in puncto Luftqualität ist letztlich eine Investition in das grösste Kapital eines Unternehmens: die Menschen.
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