Diese Faktoren sind für die benötigte Bürofläche pro Mitarbeiter entscheidend: Art der Tätigkeit des Unternehmens, Mindestgrösse pro Mitarbeiter und zukünftiges Wachstum.
Die Frage nach der richtigen Bürofläche pro Mitarbeiter in der Schweiz gewinnt an Bedeutung. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Räumlichkeiten optimal zu nutzen, ohne dabei den Komfort, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit ihrer Teams zu beeinträchtigen. In Zeiten immer flexiblerer Arbeitsmodelle, technischer Fortschritte und steigender Anforderungen an Konzentration und Kreativität, erfordert die Gestaltung moderner Arbeitsumgebungen ein klares Verständnis für Standards, Richtlinien und individuelle Bedürfnisse. Dabei spielt nicht nur die Quadratmeterzahl eine Rolle, sondern auch die Ausrichtung auf flexible Nutzungsmodelle, ergonomische Ausstattung sowie akustische und visuelle Bedingungen.
Arbeitsplatz Richtlinien existieren zwar, doch liefern sie meist nur grobe Orientierungen. Jede Branche hat eigene Anforderungen, jede Firma verfügt über unterschiedliche Arbeitsstrukturen. Dennoch lohnt es sich, gewisse Mindeststandards zu kennen. Denn ein angemessen dimensioniertes Büro trägt nicht nur zum Wohlbefinden der Mitarbeitenden bei, sondern beeinflusst direkt deren Leistungsfähigkeit, Kreativität und Effizienz. Zudem wirkt sich die Büroumgebung auf das Image eines Unternehmens aus, da potenzielle Kunden und Bewerber über die Räumlichkeiten Rückschlüsse auf Professionalität und Unternehmenskultur ziehen.
Ein Überblick über die relevanten Grössen, Normen und Empfehlungen hilft dabei, die Planungsphase fundiert anzugehen. Im Folgenden werden zentrale Aspekte rund um das Thema der benötigten Bürofläche pro Mitarbeiter beleuchtet. Dabei fliessen auch Hinweise ein, wie sich die Mindestgrössen bei kleineren Büros für 2 bis zu 4 Personen sinnvoll umsetzen lassen. Ebenso wird erklärt, wie Unternehmen mit dem richtigen Ansatz die benötigte Grösse ihres Büros berechnen können, um ein gesundes, produktives und angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen.
Die Arbeitsumgebung beeinflusst direkt die Motivation und Gesundheit der Mitarbeitenden. Ausreichend Platz ermöglicht eine ergonomische Einrichtung, saubere Luftzirkulation, angemessene Beleuchtung und genügend Abstand zwischen den Arbeitsplätzen. Wer sich im Büro eingeengt fühlt, arbeitet weniger konzentriert und ermüdet schneller. Gleichzeitig kann zu viel ungenutzte Fläche zu unnötigen Kosten führen. Eine optimale Büroplanung zielt darauf ab, für jeden Mitarbeitenden genügend Raum bereitzustellen, ohne die Effizienz in der Flächennutzung aus den Augen zu verlieren.
In der Schweiz haben sich in den letzten Jahren moderne Bürokonzepte durchgesetzt. Flexible Arbeitsmodelle, Desksharing und Co-Working-Spaces stellen etablierte Normen in Frage. Dennoch bleibt ein Grundbedürfnis bestehen: Jeder Mitarbeiter benötigt einen klar definierten Bereich, um seine Aufgaben konzentriert und ungestört auszuführen. Gerade im Kontext von Open-Space-Lösungen kann der Platzbedarf pro Person zum kritischen Faktor werden, um Konflikte, Lärmprobleme oder ein Gefühl der Überfüllung zu vermeiden.
Die räumlichen Rahmenbedingungen spielen somit in der Arbeitswelt von heute eine zentrale Rolle. Es geht darum, Balance zu finden. Eine gute Raumaufteilung unterstützt den Arbeitsfluss, fördert Austausch und Kreativität, bewahrt aber auch Rückzugsmöglichkeiten.
In der Schweiz existieren keine gesetzlichen Vorschriften, die ganz genau festlegen, wie viele Quadratmeter pro Mitarbeiter nötig sind. Oftmals orientieren sich Architekten, Unternehmen und Planer an Empfehlungen von Organisationen wie der SUVA oder diversen Branchenverbänden. Diese geben Richtwerte für die Fläche pro Mitarbeiter vor, an denen man sich bei Neubau- oder Umgestaltungsprojekten orientieren kann.
Typischerweise liegen die empfohlenen Flächenwerte pro Person in Einzelbüros zwischen 10 und 15 Quadratmetern. Bei Grossraumbüros liegen diese Werte oft etwas niedriger, da der Platz gemeinschaftlich genutzt werden kann. Allerdings muss man hier die Rahmenbedingungen berücksichtigen: In einem klassischen Zweierbüro müssen Kommunikationswege, Möbelanordnung, Stauraum, Belüftung und Belichtung berücksichtigt werden, um eine angemessene Büro Mindestgrösse festzulegen. Ähnliche Überlegungen gelten für ein Dreier- oder Viererbüro. Je mehr Personen sich einen Raum teilen, desto wichtiger werden Schallabsorption, Raumzonierung und klare Strukturen.
Gesetzliche Grundlagen beinhalten vor allem Aspekte des Arbeitsschutzes. Die Richtlinien für die Arbeitsplatzgestaltung zielen auf die Vermeidung von Gesundheitsrisiken und psychischen Belastungen ab. Obwohl eine exakte Quadratmeterzahl nicht bindend vorgeschrieben ist, sorgen entsprechende Empfehlungen und Normen für Orientierung. Firmen, die sich unsicher sind, können auf Beratungsangebote von Fachstellen zugreifen, um bei der Büroplanung keine Fehler zu machen.
Bei Mehrpersonenbüros stellt sich die Frage, wie viel Raum jede Person sinnvollerweise erhält. Die Mindestgrösse kann man in der Praxis häufig mit etwa 12 bis 20 Quadratmetern bemessen, je nachdem, ob es sich um konzentrierte Einzelarbeit oder um beratungsintensive Tätigkeiten handelt. Die Mindestgrösse für ein Büro für 3 Personen kann man grob zwischen 18 und 27 Quadratmetern ansetzen, bei 4 Personen sollte die Fläche etwa zwischen 24 und 36 Quadratmeter betragen. Diese Spannen sind nicht starr. Je intensiver die Kommunikation unter den Mitarbeitenden, desto mehr Platz ist in der Regel nötig, um ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen.
In einem Zweierbüro bietet eine Raumgrösse von rund 20 Quadratmetern meist ausreichend Platz, um zwei Arbeitstische, Stühle, Ablagemöglichkeiten und gegebenenfalls einen kleinen Besprechungsbereich unterzubringen. Bei einem Dreierbüro sollte die Fläche so bemessen sein, dass neben den Arbeitsplätzen auch kurze interne Gespräche möglich sind, ohne dass sich jemand eingezwängt fühlt. In einem Viererbüro muss ausreichend Luft für Bewegungsfreiheit, Ablagen, Drucker und Stauraum vorhanden sein. Eine durchdachte Möblierung, clevere Raumakustik und gezielte Zonierung sind hier entscheidend.
Ein weiterer Einflussfaktor ist die Branche. In kreativen Berufen benötigt man häufig etwas mehr Raum, um Materialien, Muster oder Modelle auszubreiten. In IT-Abteilungen oder bei administrativen Tätigkeiten mögen straffere Flächen genügen, sofern eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre geschaffen wird. Hier zeigt sich, dass es nicht nur um Zahlen geht, sondern um die Frage, ob der Raum die gewünschte Arbeitsweise unterstützt.
Die Bürofläche richtet sich nicht nur nach der Anzahl der Personen, sondern auch nach deren Tätigkeitsprofilen. Wer hoch konzentriert arbeitet, benötigt Rückzugsmöglichkeiten. Teams, die viel kommunizieren, profitieren von Gemeinschaftsflächen und flexiblen Setups. Moderne Arbeitskonzepte folgen dem Prinzip der Variabilität. Es gibt Bereiche für ruhige Einzelarbeit, Zonen für kurze Meetings, Kreativräume für Workshops und offene Flächen für spontane Gespräche. Jede dieser Zonen erfordert einen gewissen Flächenbedarf. Wer die optimale Bürogrösse berechnen will, sollte daher von Anfang an klären, welche Tätigkeiten im Raum stattfinden.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Möblierung. Grosse, schwere Schreibtische beanspruchen mehr Fläche als moderne, platzsparende Büromöbel. Auch die Ausstattung mit Regalen, Stauraum und Technik entscheidet darüber, wie viel Platz tatsächlich benötigt wird. Manchmal lohnt es sich, nicht nur auf den reinen Platzbedarf pro Person zu schauen, sondern auch auf künftige Entwicklungen. Wächst das Team? Werden mehr flexible Arbeitsplätze benötigt? Ist der Einsatz von Co-Working-Modellen geplant? Wer frühzeitig mögliche Veränderungen antizipiert, schafft Raumreserven und verhindert kostspielige Umbauten.
Um die Bürogrösse berechnen zu können, empfiehlt es sich, systematisch vorzugehen. Zunächst legt man fest, welche Arbeitsplätze, Meetingräume, Ruhe- und Kommunikationszonen benötigt werden. Dann kalkuliert man für jede Funktionsfläche einen groben Flächenwert. Im Anschluss addiert man Flure, Technikräume, Kopierbereiche und Lagerflächen. Als Basis dienen Richtwerte, die sich aus Erfahrungen, Empfehlungen von Fachstellen oder Angaben aus der Literatur ergeben.
Beispielsweise lassen sich auf Basis eines angenommenen Richtwertes von zehn bis fünfzehn Quadratmetern pro Person erste Berechnungen anstellen. Werden zusätzliche Besprechungsräume oder Pausenräume benötigt, rechnet man diese Flächen hinzu. Anschliessend prüft man, ob die vorläufigen Berechnungen mit dem vorhandenen Gebäudekonzept übereinstimmen oder ob Anpassungen notwendig sind. Dieser Prozess ist dynamisch. Planungen sollten immer auf die spezifischen Bedürfnisse der Mitarbeitenden und die angestrebte Arbeitskultur zugeschnitten werden.
Ein wichtiges Hilfsmittel ist auch die Ermittlung des Flächenbedarfs auf Basis der Nutzungsintensität. Nicht jeder Arbeitsplatz ist permanent besetzt. Bei Desksharing-Konzepten teilen sich mehrere Personen einen Arbeitsplatz zu unterschiedlichen Zeiten. Dies erlaubt unter Umständen eine Verringerung der Gesamtfläche, ohne dass sich einzelne Mitarbeitende eingeengt fühlen. Allerdings müssen Rückzugsräume, Schliessfächer und Ablagemöglichkeiten dennoch existieren, um eine funktionale Umgebung zu gewährleisten.
Nicht nur die Anzahl der Personen, sondern auch die Art ihrer Tätigkeiten beeinflusst den nötigen Platz. Wer komplexe Analysen ausführt, braucht mehr Ruhe. Teams, die in agiler Projektarbeit stecken, brauchen flexible Ecken zum Austausch. Die Bürofläche pro Mitarbeiter in der Schweiz hängt somit unmittelbar mit dem Organisationsmodell eines Unternehmens zusammen. Je stärker dezentrales Arbeiten, Homeoffice oder mobile Arbeitsformen genutzt werden, desto geringer fällt häufig der notwendige Flächenbedarf im Büro aus. Doch Vorsicht: Ein Raum, in dem selten alle gleichzeitig anwesend sind, darf nicht zu knapp bemessen werden, wenn an bestimmten Tagen doch volles Haus herrscht.
Die Ausstattung mit Technologie spielt ebenfalls eine Rolle. Wer viele Monitore, Spezialgeräte oder Ausstellungsstücke nutzt, benötigt mehr Platz. Auch ergonomische Standards wie verstellbare Schreibtische, ergonomische Stühle und grosszügige Abstände zwischen den Bildschirmarbeitsplätzen erfordern ein gewisses Mindestmass an Fläche. Diese Anforderungen lassen sich nicht einfach ignorieren, wenn ein nachhaltiges und gesundheitsorientiertes Arbeitsumfeld geschaffen werden soll.
Die Büroplanung ist im Wandel. Neue Arbeitsmodelle, Generationenwechsel, technische Innovationen und steigende Anforderungen an Flexibilität beeinflussen die Flächenplanung nachhaltig. In vielen Unternehmen verschieben sich Strukturen: Weg von starren Einzelarbeitsplätzen, hin zu dynamischen Flächen, die je nach Bedarf umgestaltet werden können. Mobile Raumtrennungen, flexible Möbelsysteme und modulare Konzepte gewinnen an Bedeutung. Die einkalkulierte Bürofläche pro Mitarbeiter wird damit nicht nur zu einer statischen Kenngrösse, sondern zu einem variablen Wert, der sich im Lauf der Zeit verändert.
Auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle. Ressourcenschonende Materialien, energieeffiziente Beleuchtung, optimierte Klimatisierungskonzepte sowie die Einbindung natürlicher Elemente wie Pflanzen und Tageslicht beeinflussen die Planung. Ein modernes Büro ist nicht nur ein Ort zum Arbeiten, sondern ein Raum, der Identifikation und Wohlgefühl stiftet. Diese Aspekte fliessen in die Planung ein und beeinflussen indirekt auch den Flächenbedarf.
Zudem reagieren Planer auf den Trend zu hybriden Arbeitsformen. Wer mehrere Tage von zu Hause arbeitet, benötigt am Bürostandort möglicherweise keinen festen Platz. Stattdessen werden Flächen für kurze Meetings, Projektarbeit oder Socializing-Bereiche geschaffen. Die herkömmliche Formel für die Flächenberechnung reicht dann nicht mehr aus. Eine dynamische Herangehensweise, die an den tatsächlichen Nutzungsbedarf anknüpft, wird wichtiger als starre Zahlen.
Die Wahl der richtigen Bürofläche ist nicht nur eine Frage von Kennzahlen. Sie transportiert die Unternehmenskultur und prägt die Identität eines Betriebs. Grosszügige Flächen symbolisieren Offenheit und Kommunikationsbereitschaft, während kleinere, abgeschlossene Einheiten eine konzentrierte und ruhige Arbeitsweise unterstützen. Raumgestaltung ist somit Teil eines strategischen Prozesses. Ein Unternehmen, das Innovation und Zusammenarbeit fördert, wird auf fliessende Übergänge zwischen Arbeitszonen setzen, um den Austausch zwischen Teams zu erleichtern. Ein traditionsreicher Betrieb, der formelle Strukturen betont, wird eher auf abgeschlossene Büros setzen, um Hierarchien und Privatsphäre hervorzuheben.
Die Bürofläche pro Mitarbeiter wird somit zu einem Spiegelbild der Unternehmensvision. Ein durchdachtes Raumkonzept vermittelt Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden. Wer sich im Büro wohlfühlt, arbeitet motivierter, bleibt länger im Unternehmen und identifiziert sich stärker mit dessen Zielen. Eine wohlüberlegte Flächenplanung ist damit weit mehr als eine betriebswirtschaftliche Kostenrechnung. Sie ist Teil der Unternehmenskultur und wirkt sich positiv auf das gesamte Arbeitsumfeld aus.
Die optimale Flächengrösse zu finden, ist kein starres Rechenexempel. Vielmehr handelt es sich um einen Prozess, der von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird. Mindestgrössen geben zwar eine Richtung vor, doch sollten Unternehmen bei der Planung immer die Art der Tätigkeit, die Arbeitsmodelle, die Unternehmenskultur und die Zukunftsentwicklung im Blick behalten.
Wer dii optimale Bürogrösse berechnen möchte, tut gut daran, bestehende Normen, ergonomische Anforderungen und organisationelle Besonderheiten in die Überlegungen einzubeziehen. Der Platzbedarf pro Person ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Tätigkeitsprofil, technischer Ausstattung, Möblierung und Raumklima. Durchdachte Konzepte gehen über reine Zahlen hinaus. Sie setzen auf Flexibilität, fördern Gesundheit und Wohlbefinden und stärken gleichzeitig die Identität des Unternehmens.
In der Schweiz stehen Unternehmen viele Möglichkeiten offen, individuelle Lösungen zu finden. Zwar liefern Normen, Empfehlungen und Erfahrungswerte eine Basis, doch letztlich entscheidet die sorgfältige Abstimmung aller Faktoren über ein gelungenes Raumkonzept. Wer sich dieser Herausforderung stellt und die Bürogestaltung als strategisches Instrument versteht, schafft eine Arbeitsumgebung, in der sich alle Beteiligten langfristig entfalten können.
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