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Die ideale Temperatur im Büro

Die Temperatur im Büro beeinflusst Produktivität, Wohlbefinden und Gesundheit. Erfahre, welche ideale Raumtemperatur im Büro empfohlen wird und wie du sie optimal regulierst.

Verfasst von
Dominic Frei
Veröffentlicht am
10. März 2025

Die Temperatur im Büro ist ein entscheidender Faktor für Wohlbefinden, Gesundheit und Produktivität am Arbeitsplatz. In diesem Beitrag werfen wir einen genauen Blick darauf, weshalb die Raumtemperatur im Büro ein zentrales Thema für Arbeitgebende und Arbeitnehmende gleichermassen ist, welche Empfehlungen für die ideale Raumtemperatur im Büro bestehen und welche Tipps es gibt, um die Bedingungen vor Ort zu optimieren. Darüber hinaus klären wir, weshalb ein zu kaltes oder zu warmes Büro Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann und wie man auf intelligente Weise Energiekosten senkt, ohne dass sich das Arbeitsklima verschlechtert.

 

 

Warum die Temperatur im Büro so wichtig ist

Die Temperatur im Büro beeinflusst die Leistungsfähigkeit, das körperliche Wohlbefinden und die Motivation aller Personen, die dort regelmässig arbeiten. Ist es zu heiss, steigt oft der Puls, und der Körper verliert mehr Flüssigkeit. Man fühlt sich rasch schlapp und unkonzentriert. Ist es dagegen zu kühl, verkrampft die Muskulatur, man friert und bleibt nicht lange leistungsfähig. Menschen reagieren ausserdem unterschiedlich empfindlich auf Temperaturveränderungen. Eine Person fühlt sich bereits bei 20 °C wohl, während eine andere erst bei 23 °C richtig aufblüht. Dennoch lassen sich gewisse Durchschnittswerte ableiten, an denen man sich orientieren kann.

 

In vielen Büros ist die Frage nach der Temperatur auch eine Frage nach langfristiger Gesundheit. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Kombination mit wenig Lüftung kann Schimmel begünstigen oder zu Kopfschmerzen führen, während trockene Luft wiederum zu gereizten Schleimhäuten führt. Die Raumtemperatur im Büro spielt also mit weiteren Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Frischluftzufuhr und Luftqualität zusammen. Nur wenn alle Bausteine stimmen, fühlen sich Mitarbeitende rundum wohl.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Temperatur in Innenräumen oftmals an die Aussenbedingungen angepasst werden muss, die sich je nach Jahreszeit stark verändern. Im Winter braucht es meist mehr Heizung, während im Sommer Klimaanlagen oder zumindest eine durchdachte Durchlüftung notwendig werden. Die Raumtemperatur sollte folglich immer dem aktuellen Wetter und den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeitenden angepasst werden.

 

 

Einfluss auf Wohlbefinden und Produktivität

Die Temperatur im Büro entscheidet über viele Details, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind. Unser Körper verbraucht bei niedrigen Temperaturen mehr Energie, um sich warmzuhalten. Bei hohen Temperaturen verliert er hingegen Energie, um sich abzukühlen. Ist das Büro zu warm, können schnelle Ermüdung und Konzentrationsprobleme auftreten, weil die Durchblutung der Haut angekurbelt wird und man schneller schwitzt. Die Produktivität sinkt, und Fehler schleichen sich häufiger ein. Am Ende des Tages ist es eine Frage des Gleichgewichts: Schon geringfügige Abweichungen von der für uns angenehmen Temperaturzone wirken sich auf unsere geistige Leistungsfähigkeit aus.

 

Auch die Gesundheit spielt eine grosse Rolle. Eine dauerhaft hohe oder niedrige Raumtemperatur im Büro führt zu veränderten Schlafmustern, Verspannungen und einem geschwächten Immunsystem. Wenn es etwa permanent zu kalt ist, neigt man eher dazu, sich zu verspannen oder die Durchblutung in Armen und Händen wird schlechter, was zu unangenehmen Nebenwirkungen führen kann. Wird es zu warm, kann der Körper überhitzen. Kreislaufbeschwerden sind die Folge. Viele Menschen trinken zudem bei grosser Hitze zu wenig, was Kopfschmerzen und ein Gefühl allgemeiner Erschöpfung auslöst.

 

Das subjektive Empfinden jeder Person ist hierbei zwar unterschiedlich, dennoch gibt es bewährte Durchschnittswerte für die Temperatur im Büro, die eine gute Ausgangsbasis bilden. Fachleute empfehlen oft eine Temperatur zwischen 21 °C und 23 °C für klassische Bürotätigkeiten. Damit ist man meist im grünen Bereich. Obwohl dies nur grobe Anhaltspunkte sind, haben sich diese Werte in vielen Studien als optimale Spanne zur Förderung von Konzentration und Wohlbefinden erwiesen. Darüber hinaus kommt es allerdings auch auf weitere Faktoren an wie Luftfeuchtigkeit, Kleidung und Sitzposition. Insbesondere wer lange sitzt, friert oft schneller als jemand, der sich im Raum bewegt. Daher muss man flexibel reagieren, anstatt stur an einem einzigen Wert festzuhalten.

 

 

Was ist die ideale Büro Raumtemperatur?

Die ideale Büro Raumtemperatur existiert nicht als starre Zahl. Vielmehr ergibt sich aus Erfahrungswerten und wissenschaftlichen Studien eine Temperaturspanne, in der die meisten Menschen gut arbeiten können. Zwischen 21 °C und 23 °C fühlen sich viele Mitarbeitende wohl. Allerdings hat jedes Team seine eigenen Bedürfnisse. Wer zum Beispiel besonders kälteempfindlich ist, empfindet oft 22 °C als zu kühl, während hitzeempfindliche Menschen schon bei 24 °C unangenehme Wärme verspüren. Als Arbeitgeber ist es sinnvoll, ein gesundes Mittelmass zu finden und auch angemessene Kleidungsvorschriften nicht zu vernachlässigen. Wer im Büro Hemd und Anzug tragen muss, hat andere Ansprüche an die Raumtemperatur als jemand, der in lockerer Freizeitkleidung arbeitet.

 

Eine Rolle spielt auch der Gebäudestandard. Moderne Bauten sind oft gut isoliert und verfügen über ausgefeilte Lüftungssysteme, sodass selbst in kalten Wintern eine konstante Temperatur relativ einfach zu halten ist. Ältere Gebäude hingegen haben manchmal unzureichend isolierte Fenster oder Zugluft. In diesem Fall kann die empfundene Temperatur von Messwerten auf dem Thermometer abweichen. Häufig hilft eine Kombination aus regelmässiger Stosslüftung und einem ausgeglichenen Heizungskonzept. Auch die Luftfeuchtigkeit ist zentral. Ideal sind Werte zwischen 40 und 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit. Dann fühlt sich die Luft weder zu trocken noch zu feucht an. Das hat wiederum Auswirkung auf die Raumtemperatur, da bei sehr trockener Luft kühle Temperaturen als kälter wahrgenommen werden und bei hoher Luftfeuchtigkeit warme Temperaturen stärker belasten.

 

Um die ideale Raumtemperatur im Büro zu bestimmen, lohnt es sich, regelmässige Gespräche zu führen und kurze Feedback-Runden abzuhalten. Unternehmen, die Wert auf zufriedene Mitarbeitende legen, sollten eine dynamische Lösung suchen, die sich an veränderte Bedingungen anpasst.

 

 

Tipps zur Regulierung der Raumtemperatur im Büro

Obwohl es sinnvoll ist, eine einheitliche Zieltemperatur festzulegen, zeigt die Praxis häufig, dass verschiedene Zonen im Büro unterschiedliche Temperaturen aufweisen. Besonders in Grossraumbüros ist dies spürbar. Beschäftigte, die nahe an Fenstern sitzen, empfinden die Temperaturen oft anders als jene, die eher in der Mitte des Raumes platziert sind. Daher lohnt es sich, auf geeignete Massnahmen zu setzen, um eine bestmögliche Temperatur im Büro zu erreichen.

 

Regelmässiges Lüften ist eine der wichtigsten Stellschrauben. Kurzes Stosslüften alle zwei bis drei Stunden sorgt für frische Luft, ohne zu viel Wärme entweichen zu lassen. Im Winter lohnt es sich, die Heizung beim Lüften kurz herunterzudrehen, um unnötigen Energieverlust zu vermeiden. Im Sommer kann man frühmorgens oder spätabends lüften, wenn die Aussentemperaturen niedriger sind. Eine sinnvolle Temperatursteuerung wird zudem durch Sonnenschutzsysteme wie Jalousien oder Vorhänge unterstützt. Sie helfen, eine zu starke Aufheizung der Büros zu verhindern. 

 

Ein weiterer Tipp besteht darin, Heizkörper nicht zu verstellen oder zu blockieren. Oft werden sie mit Möbeln zugestellt oder durch Vorhänge verdeckt, was die Wärmeabgabe mindert. In modern ausgestatteten Gebäuden regelt ein Thermostat die Temperatur Büro häufig automatisch, solange die Systeme korrekt konfiguriert sind. Bei Problemen lohnt sich immer ein Blick auf die Einstellungen oder ein Gespräch mit dem Gebäudemanagement. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten wie fehlerhafte Sensoren oder falsch eingestellte Zeitpläne für die Heizphasen. Wer diese Feinjustierung vornimmt, kann die Raumtemperatur im Büro oft deutlich verbessern.

 

 

Gesundheitliche Aspekte

Die Gesundheit spielt bei der Temperatur im Büro eine zentrale Rolle. Viele Menschen verbringen inzwischen einen Grossteil ihres Tages sitzend am Schreibtisch. Bei zu niedriger Raumtemperatur im Büro können Gelenke und Muskulatur auskühlen, was langfristig zu Verspannungen und Schmerzen führt. Wer ständig friert, neigt eher zu schlechterer Körperhaltung und verkrampft in Schultern und Nacken. Die Folge können chronische Verspannungen, Kopfschmerzen und ein generelles Unwohlsein sein, was die Motivation deutlich mindert.

 

Umgekehrt bedeutet eine zu hohe Temperatur eine Überlastung des Herz-Kreislauf-Systems. Gerade im Sommer kann das zu Kreislaufproblemen führen, wenn die Lufttemperatur über 26 °C klettert. Kopfschmerzen und Erschöpfung sind häufige Begleiter. Auch trockene Luft in klimatisierten Räumen wirkt sich negativ auf die Atemwege aus. Die Schleimhäute in Nase und Rachen trocknen aus und bieten Krankheitserregern weniger Widerstand. Erkältungen oder andere Infektionen können sich leichter verbreiten. Daraus wird ersichtlich, warum eine möglichst ideale Raumtemperatur im Büro nicht nur dem Komfort dient, sondern auch essentiell für die Gesundheit ist.

 

 

Energieeffizienz und Kostenaspekte

Gerade in Zeiten steigender Energiekosten wird diese Thematik auch aus finanzieller Perspektive diskutiert. Wer die Heizung unnötig hochdreht, muss nicht nur mit einer trockenen Raumluft rechnen, sondern auch mit hohen Betriebskosten. Für Unternehmen kann dies mit der Zeit zu einer erheblichen Belastung werden. Hier lohnt es sich, ein gesundes Kostenbewusstsein zu entwickeln, ohne das Arbeitsklima zu verschlechtern. Moderne Heizungsanlagen lassen sich oft gut steuern, sodass sie nur dann volle Leistung bringen, wenn es wirklich notwendig ist.

 

Auch beim Thema Kühlung gibt es Sparpotenziale. Klimaanlagen verbrauchen viel Energie, weshalb man sich genau überlegen sollte, wann und wie lange sie eingesetzt werden. In manchen Fällen genügen schon kleine Massnahmen, um ein Büro kühl zu halten, etwa das frühzeitige Abdunkeln von Fenstern oder das kurzzeitige Querlüften am Morgen. Eine effizient gesteuerte Klimaanlage, die zirkulierende Luft richtig reinigt und befeuchtet, kann durchaus sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass die Raumtemperatur im Büro nicht übertrieben heruntergekühlt wird. Bereits ein bis zwei Grad Temperaturunterschied können viel Stromverbrauch ausmachen. Viele Menschen glauben, je kälter, desto besser. Doch zu niedrige Temperaturen sind nicht nur ungesund, sondern meist auch kostspielig. Eine durchdachte Balance sorgt für mehr Effizienz und verbessert gleichzeitig das Arbeitsklima.

 

Auch das Nutzerverhalten spielt eine Rolle. In vielen Unternehmen laufen Rechner, Monitore und andere elektrische Geräte rund um die Uhr. Diese Technik erzeugt Wärme. Gerade in kleineren Räumen können elektronischen Geräten die Lufttemperatur merklich anheben. Wer abends konsequent Geräte ausschaltet, spart Strom und vermeidet unnötige Wärmequellen. Zugleich bleibt morgens das Büro angenehmer temperiert. 

 

 

Umgang mit Temperaturschwankungen

In der Schweiz sind die klimatischen Bedingungen je nach Jahreszeit und Region sehr unterschiedlich. An einem heissen Sommertag steigen die Temperaturen in der Stadt stärker an als im Berggebiet. Bei Kälteeinbrüchen im Winter sorgt die Heizung manchmal rund um die Uhr für ein warmes Ambiente. Wichtig ist, dass man sich mit den wechselnden Bedingungen auseinandersetzt und flexibel reagiert. Eine feste Einstellung der Heizung bei 23 °C kann im Januar sinnvoll sein, aber im März vielleicht übertrieben, weil die Aussentemperaturen bereits etwas milder sind.

 

Temperaturschwankungen können aber auch innerhalb kurzer Zeit auftreten, etwa wenn viele Menschen gleichzeitig in einem Besprechungsraum sind oder wenn die Nachmittagssonne durch grosse Fensterflächen auf bestimmte Arbeitsplätze fällt. Solche lokalen Unterschiede sollten gezielt adressiert werden. In Besprechungsräumen kann man beispielsweise die Temperatur einen Tick niedriger halten, da die Körperwärme mehrerer Personen schnell einen Raum aufheizt.

 

Ein weiterer Punkt ist das Bewusstsein jedes Einzelnen dafür, wie er oder sie zur Raumtemperatur beitragen kann. Wer die Heizung im Winter auf maximale Stufe stellt und dann dauerhaft das Fenster offen lässt, verschwendet Energie und sorgt für Zugluft. Verantwortungsvolles Verhalten am Arbeitsplatz bedeutet, Rücksicht zu nehmen und Massnahmen, die der Allgemeinheit nützen, aktiv zu unterstützen. Auch Kleinigkeiten, wie das Lüften in den Pausen oder das Schliessen von Fenstern am Abend, tragen zum Gesamterfolg bei. Auf diese Weise wird die Temperatur im Büro besser und effizienter reguliert, und das Team kann von einem gleichmässig komfortablen Klima profitieren.

 

 

Fazit

Die Temperatur im Büro ist weit mehr als nur eine Zahl auf dem Thermometer. Sie entscheidet über Motivation, Gesundheit, Energieverbrauch und das allgemeine Wohlgefühl aller Mitarbeitenden. Eine zu kalte oder zu warme Raumtemperatur im Büro kann die Produktivität erheblich beeinträchtigen und zu körperlichen Beschwerden führen. Die ideale Raumtemperatur lässt sich nicht pauschal festlegen, doch ein Bereich zwischen 21 °C und 23 °C gilt als gute Ausgangsbasis für Bürotätigkeiten. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Kleidung, bauliche Gegebenheiten und persönliche Vorlieben ebenfalls eine grosse Rolle spielen.