Ratgeber: Finden Sie die idealen Pflanzen fürs Büro! Verbessern Sie Raumklima & Akustik und fördern Sie das Wohlbefinden mit pflegeleichten Grünpflanzen.
Welche Pflanzen eignen sich fürs Büro? Diese Frage taucht häufig auf, sobald man an Gestaltungsmöglichkeiten für Arbeitsplätze denkt. In vielen Büros stehen bereits Grünpflanzen, doch längst nicht alle haben ein klares Bild davon, welche Sorten sinnvoll sind und welche Besonderheiten bei der Pflege zu beachten sind. Zudem spielt die Wirkung der Pflanzen auf das Raumklima und die Mitarbeitenden eine zentrale Rolle. Nicht zu unterschätzen ist ausserdem ihr potenzieller Mehrwert als Schallschutz. Nachfolgend erfährst du, warum Pflanzen im Büro sich positiv auf Wohlbefinden und Produktivität auswirken, wie Pflanzen als Schallschutz im Büro dienen können und welche Pflanzen sich fürs Büro eignen, um für ein ansprechendes Arbeitsumfeld zu sorgen.
Pflanzen sind nicht bloss Dekoration. Sie beeinflussen das Raumklima und können das Wohlbefinden am Arbeitsplatz deutlich steigern. In sterilen Räumen ohne Grün und ohne persönliche Akzente fühlen sich Menschen schnell unwohl. Büros, in denen Pflanzen gezielt aufgestellt werden, vermitteln ein Gefühl von Frische und Lebendigkeit. Das wirkt sich positiv auf die Motivation, die Zufriedenheit und häufig auch auf die Gesundheit aus. Zwar ist es bei jedem Mensch unterschiedlich, wie er oder sie das Umfeld wahrnimmt, doch die Wirkung von lebendigem Grün können fast alle spüren.
Das Prinzip dahinter ist simpel: Pflanzen produzieren Sauerstoff, filtern bestimmte Schadstoffe aus der Luft und erhöhen im Idealfall die Luftfeuchtigkeit. Das ist besonders hilfreich in Gebäuden mit Klimaanlagen oder in Meeting-Räumen, in denen viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Nach stundenlanger Arbeit an PC's und Laptops können Augen und Atemwege schnell gereizt reagieren, wenn die Luft zu trocken ist. Durch Grünpflanzen lässt sich dieses Problem etwas abmildern. Dabei muss natürlich die Pflanzenart stimmen, um möglichst pflegeleicht zu sein und die gewünschten Effekte zu erzielen.
Die psychologische Wirkung von Pflanzen ist nicht zu unterschätzen. Farben wie Grün wirken beruhigend, während die Anwesenheit von natürlichem Leben das Stresslevel senken kann. Viele Studien belegen, dass Menschen, die regelmässig ins Grüne blicken, weniger gestresst sind und sich besser konzentrieren können. In einem Büro mit entsprechendem Pflanzenkonzept lässt sich dies zumindest teilweise nachempfinden. Manche Unternehmen setzen sogar auf eine Art Indoor-Garten oder begrünen ganze Wände, um ihren Mitarbeitenden Ruheinseln zu schaffen. Solche Konzepte erhöhen die Identifikation mit dem Arbeitsplatz, was sich wiederum positiv auf die Leistungsfähigkeit auswirken kann.
In Grossraumbüros, aber auch in kleineren Mehrpersonenbüros, kann der Geräuschpegel schnell ansteigen. Telefonate, Gespräche oder das Tippen auf Tastaturen erzeugen eine Vielzahl von Alltagsgeräuschen. Wer sich konzentrieren will, sehnt sich manchmal nach etwas mehr Ruhe. Hier können Pflanzen helfen, denn Pflanzen als Schallschutz im Büro sind mittlerweile ein bekannter Effekt. Zwar sollten sie nicht als alleinige Lösung betrachtet werden, doch sie sind eine sanfte Möglichkeit, den Lärm zumindest minimal zu dämpfen und eine angenehmere Akustik zu schaffen.
Der schalldämpfende Effekt von Pflanzen basiert unter anderem auf ihrer Struktur. Blätter und Stämme können Schallwellen brechen und zum Teil absorbieren. Natürlich ersetzt ein Ficus oder eine Yucca keine professionelle Schallschutzwand. Doch gerade in Kombination mit anderen Elementen wie Teppichböden oder Schallabsorbern an Decken und Wänden können Pflanzen dazu beitragen, die Halligkeit im Raum zu reduzieren. Vor allem grossblättrige Arten oder solche, die buschig wachsen, liefern hier einen merkbaren Effekt.
In Besprechungsräumen oder Wartebereichen lohnt es sich daher, nicht nur auf eine schlichte Zimmerpalme zu setzen, sondern vielleicht mehrere grössere Gewächse zu kombinieren. Das schafft optische Abwechslung und reduziert gleichzeitig den Lärmpegel. Wenn man dabei auf pflegeleichte und langlebige Pflanzen achtet, hält sich der Aufwand in Grenzen. Der Nutzen hingegen zeigt sich in einer angenehmeren Atmosphäre, die das konzentrierte Arbeiten unterstützt.
Diese Frage beschäftigt viele Arbeitgebende. Schliesslich erfordern Arbeitsplätze eine gewisse Robustheit der Pflanzen, um die Bedingungen gut zu überstehen. Nicht jede Spezies kommt mit trockener Büroluft, wechselnden Lichtverhältnissen und gelegentlichem Giess-Stress zurecht. Zugleich wünschen sich viele Mitarbeitende Pflanzen, die optisch ansprechend und zugleich pflegeleicht sind.
Ein Klassiker, der in beinahe jedem Büro zu finden ist, ist die Grünlilie (Chlorophytum comosum). Sie gilt als extrem anspruchslos und eignet sich hervorragend für die Innenraumbegrünung. Ihre dekorativ gestreiften Blätter sorgen für einen schönen Farbakzent. Zudem filtert sie in geringem Umfang Schadstoffe aus der Luft und trägt zur Verbesserung des Raumklimas bei. Da sie relativ rasch wächst und Ableger bildet, kann sie leicht vermehrt werden.
Ebenfalls sehr beliebt ist die Sansevieria, auch Bogenhanf genannt. Sie ist äusserst robust, verträgt verschiedenste Lichtverhältnisse und benötigt nur wenig Wasser. Ihr aufrechter Wuchs passt auch in kleine Ecken, etwa auf Fensterbänke oder auf ein Sideboard. Dank ihrer fleischigen Blätter speichert sie Feuchtigkeit und verkraftet kurze Giesspausen ohne Schaden. Zusätzlich ist sie optisch ein Hingucker und erfüllt einen guten Beitrag zur Luftverbesserung.
Die Zamioculcas zamiifolia (ZZ-Pflanze) ist ein weiteres Beispiel. Ihr dunkles, glänzendes Laub wirkt sehr edel und sie wächst selbst bei wenig Licht. Wer keine Zeit für ständiges Giessen hat, ist mit dieser Pflanze gut beraten. Sie sollte zwar regelmässig, aber nicht zu häufig gewässert werden, da sie Staunässe nicht gut verträgt. Als Solitärpflanze in einem schlichten Topf macht sie im Eingangsbereich oder neben Schreibtischen gleichermassen eine gute Figur.
Auch die Efeutute (Epipremnum aureum) ist im Büro gern gesehen. Sie rankt, kann bei Bedarf an einem Gitter oder Stab hochgeleitet werden und ist relativ robust. Ihre sattgrünen Blätter haben zum Teil gelbe oder helle Sprenkel, die sie optisch aufwerten. Efeututen sind bekannt dafür, dass sie Luftschadstoffe abbauen und sich schnell vermehren lassen. Mit etwas Geschick kann man Stecklinge schneiden und an anderer Stelle neu einpflanzen. So verwandeln sich kahle Bürowände über die Zeit in grüne Oasen.
Wer es etwas grösser mag, kann auf die Goldfruchtpalme (Areca-Palme) setzen. Sie ist als Klassiker für Innenräume bekannt und punktet mit ihrer luftreinigenden Wirkung. Auch ein Drachenbaum (Dracaena) ist pflegeleicht und bietet unterschiedliche Blattformen. Beide Sorten benötigen etwas mehr Platz, fühlen sich in einer hellen Ecke aber wohl und lockern das Büroumfeld optisch auf. Wichtig ist, sie nicht zu übergiessen und Staunässe zu vermeiden.
Selbst die robusteste Pflanze benötigt eine gewisse Aufmerksamkeit. Wer im Büro aktiv für das Giessen oder Düngen verantwortlich ist, sollte einen regelmässigen Rhythmus einhalten. Eine klare Zuständigkeit verhindert zu häufiges oder zu seltenes Wässern. Idealerweise wird eine Person festgelegt, die sich ein wenig mit Pflanzen auskennt oder sich zumindest informieren möchte. Das ist keine grosse Wissenschaft, aber ein paar Grundregeln sind ratsam:
Staunässe unbedingt vermeiden: Übertöpfe oder Untersetzer regelmässig kontrollieren
Im Winter oft weniger giessen, da Pflanzen in der Ruhephase sind
Auf die Lichtverhältnisse achten: Manche Büropflanzen vertragen wenig Sonne, andere benötigen mehr Helligkeit
Blätter hin und wieder von Staub befreien: Das steigert die Photosyntheseleistung
Düngeintervalle einhalten, aber nicht übertreiben
Manchmal sind mehrere kleinere Pflanzen im Büro besser als eine grosse. Kleinere Exemplare lassen sich einfacher umstellen und erfordern etwas weniger Pflegeaufwand. So können auch Mitarbeitende, die keinen „grünen Daumen“ haben, problemlos dafür sorgen, dass die Pflanzen gut versorgt sind. Wer vermeiden will, dass Pflanzen bei längerer Abwesenheit vertrocknen, sollte sich um selbstbewässernde Töpfe oder Hydrokultur-Systeme (sofern möglich) kümmern. Diese speichern Wasser für mehrere Tage bis Wochen und erleichtern die Pflege enorm.
Neben der Frage “Welche Pflanzen eignen sich fürs Büro?” spielt auch die Standortwahl eine wichtige Rolle. Es hilft wenig, eine lichtliebende Pflanze in eine dunkle Raumecke zu stellen. Ebenso kann ein sonniges Fensterbrett mit intensiver Sommerhitze für manchen Schützling kritisch sein. Eine sorgfältige Platzierung sorgt dafür, dass die Pflanze ihre Wirkung entfalten kann und nicht eingeht. Schreibtische sollten nicht komplett zugewuchert werden. Ein Kompromiss könnte sein, grosse Pflanzen in einer ruhigen Ecke des Raumes zu platzieren und kleinere Gewächse auf Fensterbänken oder Sideboards unterzubringen.
In Fluren oder Besprechungsräumen sind Pflanzen besonders sinnvoll, um Atmosphäre zu schaffen. Empfangsbereiche profitieren ebenfalls von einer grünen Gestaltung, da Besucher gleich einen positiven ersten Eindruck erhalten. Besonders dort, wo Schallquellen sind und gleichzeitig ein repräsentatives Umfeld gewünscht wird, kann die Kombination aus Pflanzen als Schallschutz im Büro und dekorativen Elementen überzeugen. Grossblättrige Arten wie Monstera oder Ficus bieten sich für Bereiche an, in denen viel Platz zur Verfügung steht, während kompakte Sorten wie der Bogenhanf auch in kleineren Nischen eine gute Figur machen.
Wer sich Gedanken um eine gesunde Bürogestaltung macht, stösst schnell auf den Begriff Nachhaltigkeit. Mit Pflanzen lässt sich tatsächlich ein kleines Stück Natur ins Büro holen, das langfristig angelegt sein kann. Viele Sorten begleiten ein Team über Jahre. Werden sie gut gepflegt, wachsen sie kontinuierlich und benötigen ab und zu neue, grössere Töpfe. Im Gegenzug verbessern sie das Raumklima, fördern die Kreativität und unterstützen ein angenehmes Arbeitsumfeld.
Auch der Aspekt der Raumluftqualität wird immer wichtiger. Klimaanlagen sind praktische Hilfsmittel, um die Temperatur zu regeln. Sie trocknen jedoch häufig die Luft aus. Hier können bestimmte Pflanzen entgegenwirken und eine höhere Luftfeuchtigkeit erzeugen. Wer zusätzlich darauf achtet, regelmässig zu lüften und auf chemische Produkte wie aggressive Reinigungsmittel zu verzichten, tut viel für ein gesünderes Mikroklima am Arbeitsplatz. Die Effekte auf Konzentrationsfähigkeit und Wohlbefinden sind nicht zu unterschätzen.
Darüber hinaus lässt sich eine nachhaltige Bürogestaltung mit Pflanzen wunderbar mit anderen ökologischen Massnahmen kombinieren. Vielleicht kommt ein Büro auf die Idee, Regenwasser zu sammeln, um die Pflanzen zu giessen. Oder man nutzt biologisch abbaubare Pflanzentöpfe und torffreies Substrat. Auf diese Weise profitiert nicht nur das Team, sondern auch die Umwelt, was in Zeiten steigenden Umweltbewusstseins ein positiver Imagefaktor für Unternehmen sein kann.
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